Normandie 2014 (part un)

30.8-9.9.2014

Einblick in meine neuntägige Kulturwanderung in der Normandie, Côte Fleurie. Habe mir im Vorfeld vieles vorgenommen, geplant in meinem Kopf vorgestellt, ausgemalt, geträumt und erhofft. Nach den neun Tagen zu Fuss und teilweise mit Bus habe ich feststellen müssen, das man sich nicht zuviel vornehmen sollte und stattdessen einfach losziehen sollte. Folgt man Herz und Seele ergeben sich die Wünsche oft wie von selbst. Wenn ich auf Reisen bin, mache mir meistens nur eine grobe Liste der Dinge die ich besuchen möchte, das Wie und Wann überlasse ich  dem Schicksal. Erstaunlicherweise funktioniert dies sehr gut und man ist frei wie ein Vogel, denn Ferien sollen ja schliesslich nichts anderes sein als Erholung vom Terminstress des Alttags.

Wir beginnen die Reise gleich mit einem kurzen Zwischenhalt in Paris, Saint Lazare. Kaum den Weg aus dem Bahnhof gefunden erblickten meine Augen schon die ersten Bilder im Sucher der Kamera.

#1.Tag: Bonjour, Paris

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Meine Reise ging weiter mit dem Zug bis nach Le Havre – Normandie. 
 
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Le Havre, und die schnelle Suche für die Nacht. Wo ich schliesslich in Sainte Adresse fündig wurde. Sainte Adresse hat mitte 18.Jahrhundert viele Maler angezogen, viele wollten die schöne Strandpromenade auf die Leinwand bringen, einschliesslich Monet.
 
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Nun entnehme ich ein paar Notizen aus meinem Reisetagebuch: Ankunft in Le Havre, Fussmarsch an Meer entlang bis nach Sainte Adresse. Übernachtung wild oberhalb der Stadt. Tipp: Das Zelt erst aufstellen wenn es dunkel ist. Feststellungen: Es wimmelt hier draussen von Fledermäusen. Meine Fuji X-E2 macht sich hervorragend als kleine Reisekamera. Claude Monet ist hier geboren. “Hej, weisch wo de bisch?” :-)
 
Claude Monet’s “Le Havre”. Dieses Gemälde war ursprünglich der Auslöser meiner Reise in die Normandie.
 
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#2.Tag. Weiterreise per Bus Nr.24 nach Etretat.
 
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Meine einzige nacht im Hotel! Endlich kann wieder mal geduscht, auf einem richtigen Bett geschlafen werden, + alle Akkus und Batterien aufgeladen werden! Es lebe der Luxus!

Gegen Abend machte ich mich auf den Weg um ans Meer zu gehen um den berühmten Felsen von Etretat etwas näher zu betrachten. Bei der Ankunft ist mir aufgefallen das der kleine Fischerort von Touristen sehr überlaufen ist. Möchte nicht wissen wie es hier in der Hochsaison aussieht. Viele kommen einfach hierher machen ein paar Fotos am Strand und ziehen gleich weiter ohne wirklich zu begreiffen wo sie genau sind. Am Abend ist der Massenanlauf der Touristen kaum mehr spürbar und man findet dann endlich die nötige Ruhe den Ort für sich alleine zu geniessen.

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Dieses Naturschauspiel von Licht, Farbe und Wind. Der salzige Duft, das heranpreschen der Wellen und dieses Gefühl von Freiheit! Es gibt nichts schöneres! Go Travel! Go Travel! Egal wie oder wohin, das Leben ist einfach zu kurz um sich dieses Glück da draussen entgehen zu lassen! Ja das waren meine Gedanken als ich da an diesem ersten September 2014 gestanden bin und diese Aufnahme gemacht habe.
 
#3.Tag. Au revoir Etretat.
 
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Per Bus #24 gings wieder zurück nach Le Havre, wo alles begonnen hat. Das Busfahren in Frankreich funktioniert in der Regel recht gut. Man muss sich bloss daran gewöhnen, das für längere Strecken die Busse nicht jeden Tag verkehren. Am Dienstag zum Beispiel fuhr auf meiner Strecke kein einziger Bus. Ausserdem werden fünf bis zehn Minuten Verspätung als pünktlich betrachtet. Das richtige Fahrplanlesen soll auch geübt sein. Bis ich das einigermassen geschnallt habe wie der genau zu verstehen ist, hatte ich meinen letzten Bus nach Honfleur natürlich verpasst. :-)
 
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Kann mich erinnern wie ich an der Bushaltestelle gestanden bin und festeklen musste, das dieser eine Bus den ich gerade…verpasst hatte!? Der letzte war. Völlig deprimiert stand ich da mit Sack und Pack und schaute den Möven zu…wie sie ihr gefundenes Fressen inspizierten. Ach ich Trottel! Was mach ich nun? Hätte ich doch bloss ein Auto! Hätt ich doch bloss besser aufgepasst…In der Schweiz wäre dies überhaupt kein Problem…etc…etc!
Es blieb mir nichts anderes übrig als die Nacht nochmals in Le Havre / Sainte-Adresse zu verbringen. Im Nachhinein erwies sich dies als gar keine schlechte Idee.
 
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#4.Tag. Reise nach Honfleur.

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Pont de Normandie…
 
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Honfleur. Herzlich willkommen in der Wiege des Impressionismus!
Honfleur (ca.8000 Einw.), der schönste Hafen der Normandie, die Perle der Cote Fleurie, die Genies wie den Maler Eugene Boudin (Statue) hervorgebracht hat. Boudin, der König des Himmels wie er ernannt wurde, war es, der schliesslich Claude Monet dazu gebracht hat, seine Malerei draussen an der frischen Luft (en Plein air) zu versuchen. Somit war der Impressionismus geboren. Lang sind die Lobeshymnen auf Honfleur. Betuchte Pariser, die hier ihr Zweitdomizil unterhalten, stimmen sie an. Honfleur bleibt eine Adresse der Happy Few. Dafür sorgt schon das Preisniveau. 90 Prozent der Touristen auf Honfleur sind Senioren. Von überall kommen sie her und wollen die schöne Hafenstadt sehen. Honfleur lebt heute vom Tourismus. Praktisch an jeder Ecke gibt es eine Galerie oder ein Pseudo-Malatelier. Der Impressionismus wird hier als Produkt vermarktet und verkauft, als wäre es ein Produkt des Tourismus. Anscheinend funktioniert der Plan. Die Menschen lieben die Romantik und fallen darauf rein, egal wie tief sie dafür in ihre Taschen greifen müssen.
 
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Und darunter stand: “Blessent mon coeur d’une longueur monotone.” (dt; Verwunden mein Herz mit eintöniger Mattigkeit)
 
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Merci beaucoup pour votre visit! Alors, a bientôt!
 

Kreuzzug Normandie

Mein Trip in die Normandie, Côte Fleurie war alles- bloss nicht langweilig! Die Haut fühlt sich an wie ein altes gegerbtes Stück Leder. Die Haare wie ein Fischernetz aus Le Havre. Das Meersalz von Etretat liegt immer noch auf der Zunge. An meinen Schuhen kleben Spuren von Sand, Muscheln und Salz. Schliesse ich die Augen startet ein Film von Bildern, Gemälden, und Klängen. Alles unterstreicht vom frischen milden Duft der Normandie. Unbeschreibbar!

Zur Zeit bin ich damit beschäftigt die rund +1300 Fotos zu sortieren und aufzubereiten solange diese noch frisch und warm sind…stay tuned!

 

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